Hintergrundbild

Stegreifwettbewerbe

Neubau

Studentisches Wohnen


Erster Preis Shift Floors

  • 1. Preis: <b>Jahresringe</b>Ingrid Friderike Sophie Zillmer und Christoph Nagel, Technische Universität Berlin

Zweiter Preis in Solution

  • 2. Preis: Do it<i> Jan Houdek, Universität Kassel

Anerkennung Grow

  • Anerkennung Grow Ruslan Ibragimow<i> HAWK Hildesheim</i> </i>

Anerkennung Wandel-Bar

  • Anerkennung „Wandel-Bar“ Han Giang Huynh <i>Technische Universität Braunschweig </i>

Lageplan und Foto

  • Lageplan Stegreif Blockinnenbereich
  • Foto Stegreif Studentisches Wohnen

In den Stegreif-Wettbewerben sollten neue Ideen und Lösungen für innerstädtische Planungsaufgaben gefunden werden. Die drei Schwerpunkte spiegeln grundsätzliche Probleme und Herausforderungen des heutigen innerstädtischen Lebens wider. Gesucht wurden Ideen und Anregungen. Nicht die perfekte Ausarbeitung, sondern innovative Lösungen sollten gefunden werden. Die Vermittlung und Verständlichkeit der Beiträge waren maßgebend.

Die Anzahl der Studierenden in der Seestadt Bremerhaven nimmt seit Jahren zu. Die Stadt möchte gerne diese positive Entwicklung nutzen, und wie es bereits in der Vergangenheit in anderen Städten geschehen ist, weniger attraktive, bzw. vernachlässigte Stadtgebiete reaktivieren. Dieser Wettbewerb sollte helfen neue Konzepte für Studentisches Wohnen zu finden und den Fokus der Planungen zukünftig auch auf dieses Thema zu richten. Beplant wurde ein Grundstück im Ortsteil Lehe-Goethestraße. Das Eckgrundstück, Potsdamer Straße 6, ist infrastrukturell gut gelegen und befindet sich in einer besonderen städtebaulichen Situation, gegenüber dem Leher Pausenhof gelegen.

Folgende Aufgabe wurde den Wettbewerbsteilnehmern gestellt: Wie soll man sich Studentisches Wohnen in der Zukunft vorstellen? Ein weiteres Haus mit individuellen Einheiten? Oder ein geschickter Balanceakt zwischen Rückzugsort und großzügigem Gemeinschaftsbereich? Wie sieht ein Gemeinschaftsbereich aus? Welchen Funktionen dient dieser? Wo habe ich meinen Arbeitsplatz? Wo koche ich? Wo steht mein Fahrrad?...

Die Teilnehmer des Wettbewerbs hatten vom 9.11. bis 12.11. eine Bearbeitungsdauer von 72 Stunden zur Verfügung. Im Anschluss wurden alle eingereichten Arbeiten vom 13.11. bis 19.11. in den Ausstellungsräumen des STADT.UMBAU.LABOR.BREMERHAVEN gezeigt.

Das Team vom STADT.UMBAU.LABOR.BREMERHAVEN möchte an dieser Stelle allen Teilnehmern des Wettbewerbs für Ihre Beiträge danken.

  • WETTBEWERBSERGEBNISSE

    Die Jury hat sich entschlossen, die Aufteilung der Preisgelder zu ändern.

    1. Preis (500 €): „Shift Floors“
    Timo Neumann HAWK Hildesheim

    Die Arbeit „Shift Floors“ zeichnet sich durch einen herausragenden Umgang mit dem Dialog zwischen Individual- und Gemeinschaftsräumen aus. Die Verwendung von Maisonette-artigen Individualräumen wird als Alleinstellungsmerkmal dieser Arbeit gewertet. Besonders die Anordnung dieser privaten Einheiten als Bindeglied zwischen unterschiedlichen öffentlichen Bereichen wird als neuer und interessanter Ansatz gesehen. Die Arbeit zeigt eine sehr eigenständige Lösung bezüglich des gemeinschaftlichen Wohnens, die ihre qualitative Entsprechung ebenfalls in den Individualräumen wiederfindet. Der Entwurf sieht den Abbruch des kleinen Nachbargebäudes in der Potsdamer Straße vor, sonst arbeitet die Fassade mit den auffindbaren historischen Elementen, wie beispielsweise Trauf- und Gebäudehöhe. Im Gesamtbild zeigt diese Arbeit eine deutliche Haltung zu den in der Aufgabenstellung formulierten Fragen / Problemen.

    2. Preis (300 €): „in Solution“
    Marcella Ignone, Melek Dursun Hochschule Darmstadt

    Die Arbeit setzt sich gezielt mit der Ecksituation des Grundstücks auseinander. Es entstehen 2 separat anmutende Baukörper, die sich thematisch an den Nachbargebäuden orientieren, wobei sich die Fassaden unnötig geschlossen zeigen. Dennoch wird der Umgang mit den Baukörpern als stadträumliche Qualität verstanden. Die Pläne sind gut strukturiert und die einzelnen Bereiche differenziert und verständlich dargestellt. Im Inneren entstehen 16 unabhängige 1-Zimmer-Apartments mit einer klaren Raumaufteilung. Als besondere Qualität dieser Arbeit werden die unterschiedlichen Grundrissvarianten der Wohneinheiten beurteilt. Im Erdgeschoss und 4. Obergeschoss werden Gemeinschaftsräume untergebracht. Insbesondere die Gemeinschaftsküche im oberen Stockwerk weist mit ihrer Außenterrasse eine hohe Aufenthaltsqualität auf.

    Anerkennung (100 €): „Grow“
    Ruslan Ibragimow HAWK Hildesheim

    Die Kubatur und Höhe des Entwurfes werden als maßstäblich empfunden. An der Fassade sind die Nutzungen deutlich ablesbar. Mit zunehmender Privatheit der Räume schließt sich die Fassade. Ein Alleinstellungsmerkmal in diesem Wettbewerb stellt der im Hochparterre gelegene Garten dar. Die Darstellung der Arbeit ist prägnant und verständlich. Die stimmungsvollen Perspektiven veranschaulichen dem Betrachter das äußere Erscheinungsbild sehr deutlich. Die Reduzierung der Individualräume auf mönchszellenartige Alkoven geschieht zugunsten der großzügigen Gemeinschaftsräume. Jedoch können die Sanitärbereich nicht überzeugen.

    Anerkennung (100 €): „Wandel-Bar“
    Han Giang Huynh
    Technische Universität Braunschweig

    Die Arbeit zeichnet sich durch ein überzeugendes, schlüssiges Wohnraumkonzept aus. Die Individual und Gemeinschaftsräume sind gut proportioniert und lassen sich variabel auf einander abstimmen, somit ist eine hohe Aufenthaltsqualität zu erwarten. Das Konzept ist verständlich dargestellt, die Perspektive ist innenräumlich überzeugend. Da eine entsprechende Darstellung fehlt, lassen sich zur städtebaulichen Gestalt nur vage Vermutungen anstellen. Dieses gilt auch für die Organisation und Nutzung des Erdgeschosses. Der Entwurf ist ein gutes Beispiel zu dem Thema „gemeinschaftliches studentisches Wohnen“, wird aber aufgrund der oben genannten Defizite nur mit einer Anerkennung bedacht.

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