Hintergrundbild

Stegreifwettbewerbe

Aussenraumplanung

Gestaltung eines Blockinnenbereiches


Erster Preis Jahresringe

  • 1. Preis: <b>Jahresringe</b>Ingrid Friderike Sophie Zillmer und Christoph Nagel, Technische Universität Berlin

Zweiter Preis Do it

  • 2. Preis: Do it<i> Jan Houdek, Universität Kassel

Dritter Preis Baut euch einen Hinterhof

  • 3.Preis „Baut euch einen Hinterhof“ Susanne Müller <i>Technische Universität Berlin </i>

Anerkennung Let us share!

  • 3.Preis „Baut euch einen Hinterhof“ Susanne Müller <i>Technische Universität Berlin </i>

Lageplan und Foto

  • Lageplan Stegreif Blockinnenbereich
  • Foto Stegreif Blockinnenbereich

In den Stegreif-Wettbewerben sollten neue Ideen und Lösungen für innerstädtische Planungsaufgaben gefunden werden. Die drei Schwerpunkte spiegeln grundsätzliche Probleme und Herausforderungen des heutigen innerstädtischen Lebens wider. Gesucht wurden Ideen und Anregungen. Nicht die perfekte Ausarbeitung, sondern innovative Lösungen sollten gefunden werden. Die Vermittlung und Verständlichkeit der Beiträge waren maßgebend.

Dieser Wettbewerb befasst sich mit einem Blockinnenbereich der gründerzeitlichen Stadtstruktur Lehes. Zwischen dem Leher Pausenhof und der Gnesener Straße und der Eupener Straße und der Uhlandstraße gelegen, ist dieser Block im Zentrum des Ortsteils Lehe-Goethestraße. Die 28 Wettbewerbsbeiträge zeigen Ideen zur Neufindung und Mischung von Privatheit und Öffentlichkeit. Die Neugestaltung des Blockinnenbereiches soll dem Blockrand eine neue Qualität und Ausstrahlung verleihen.

Folgende Aufgabe wurde den Wettbewerbsteilnehmern gestellt:Was passiert, wenn man die Grundstücksgrenzen in einem Innenhof auflöst? Wie weit kann man die Grenzen von Privatheit und Öffentlichkeit in einem Blockinnenbereich verschieben, oder gar verschwinden lassen? Welche gemeinschaftlichen Nutzungen lassen sich für einen solchen Raum finden? Wie kann eine innovative Gestaltung zu der Schaffung einer Gemeinschaft beitragen?...

Die Teilnehmer des Wettbewerbs hatten vom 2.11. bis 5.11. eine Bearbeitungsdauer von 72 Stunden zur Verfügung. Im Anschluss wurden alle eingereichten Arbeiten vom 6.11. bis 12.11. in den Ausstellungsräumen des STADT.UMBAU.LABOR.BREMERHAVEN gezeigt. Das Team vom STADT.UMBAU.LABOR.BREMERHAVEN möchte an dieser Stelle allen Teilnehmern des Wettbewerbs für Ihre Beiträge danken.

  • WETTBEWERBSERGEBNISSE

    Die Jury hat sich entschlossen, die Aufteilung der Preisgelder zu ändern.

    1. Preis (500 €): „Jahresringe“
    Ingrid Friderike Sophie Zillmer und Christoph Nagel, Technische Universität Berlin

    Die besondere Stärke dieser Arbeit liegt in ihrer Poesie und der Fähigkeit, nicht nur positive Kindheitserinnerungen hervorzurufen, sondern diese auch mit der Gestaltung und der Idee der Jahresringe real werden zu lassen und Form zu geben. Der Übergang von privaten zu gemeinschaftlichen Flächen geschieht auf subtile und gleichzeitig funktionale Art. Der Entwurf bietet den Bewohnern des Blocks die Möglichkeit, sich aktiv an der Gestaltung zu beteiligen, büßt aber durch die Nichtnutzung dieser Option nicht in seiner Qualität ein.

    2. Preis (300 €): „Do it“
    Jan Houdek, Universität Kassel

    Mit der vorgeschlagenen Gestaltung gelingt es dem Verfasser, dem Innenhof eine Ordnung zu geben, ohne sich auf reine Landschaftsarchitektur zu beschränken. Die Frage der Gemeinschaft wird mit dem aktuellen Thema des „urban gardening“ beantwortet. Das Passepartout bietet den Bewohnern die Möglichkeit, sich individuell einzubringen oder als Betrachter passiv den Garten zu genießen. Innerhalb des gesetzten Rahmens verbleibt ausreichend Flexibilität für partielle Umgestaltung ohne die Qualität des Entwurfes zu beeinträchtigen!

    3. Preis (150 €): „Baut euch einen Hinterhof“
    Susanne Müller, Technische Universität Berlin

    Die Arbeit stellt die gemeinschaftliche Interaktion in den Mittelpunkt. Die bestehenden Grenzen werden durch gemeinschaftliches Wirken neu interpretiert. Nicht der ausgearbeitete Entwurf sondern der Prozess des Aushandelns, des kollektiven Gestaltens und der Grad des individuellen Engagements bestimmen die Qualität des zukünftigen Innenhofs. Das modulare System bietet den Bewohnern die Möglichkeit, den Blockinnenbereich vielfältig und individuell zu gestalten.

    Anerkennung (50 €): „Let us share!“
    Julian Andreas Winkelhofer, Universität Stuttgart

    Let us share! betrachtet den Blockinnenbereich der Aufgabenstellung nicht als Einzelhof sondern richtet den Blick auf das ganze umliegende Stadtgefüge und zielt somit auf die Auflösung / Überwindung von Grenzen im Quartierskontext. Durch diesen Ansatz hat diese Arbeit ein Alleinstellungsmerkmal im gesamten Teilnehmerfeld. Die Idee, thematisierte Höfe in ein übergeordnetes Gesamtkonzept zu bringen, erscheint reizvoll und eröffnet neue Ansätze der Freiraumgestaltung. Im Vergleich zu den weiteren prämierten Arbeiten bleibt die Arbeit jedoch auf einer theoretischen Ebene verhaftet und wird deshalb mit einer Anerkennung bedacht.

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Sponsoren des Stadt.Umbau.Labors.Bremerhaven